{"id":4322,"date":"2024-06-07T06:00:00","date_gmt":"2024-06-07T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4322"},"modified":"2024-06-28T08:48:10","modified_gmt":"2024-06-28T06:48:10","slug":"rosen-aus-neuss-auch-in-wien-hoch-geschaetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/06\/07\/rosen-aus-neuss-auch-in-wien-hoch-geschaetzt\/","title":{"rendered":"Rosen aus Neuss - auch in Wien hoch gesch\u00e4tzt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Niedrrhein. <\/strong>Wichtige Kunden f\u00fcr Rosen in T\u00f6pfen aus der G\u00e4rtnerei Odendahl in Neuss sind die Gartencenter in Wien. \u201eUnsere Topfrosen werden in S\u00fcddeutschland und im besonderen Ma\u00dfe in Wien hoch gesch\u00e4tzt,\u201c erz\u00e4hlt Franz-Josef Odendahl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Inhaber der G\u00e4rtnerei in Neuss den Besuchern. Der gemeinsamen Einladung von Agrobusiness Niederrhein und der Zukunftsagentur Rheinisches Revier waren<br>40 Besucher gefolgt. Sie h\u00f6rten spannende Geschichten \u00fcber die Anzucht der Rosen und der dazu notwendigen Fachkenntnisse und g\u00e4rtnerischen Handarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Anke Schirocki, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von Agrobusiness Niederrhein, begr\u00fc\u00dfte die G\u00e4ste und stellte die Arbeit von Agrobusiness Niederrhein vor. Franz-Josef Odendahl ist mit seiner G\u00e4rtnerei seit Gr\u00fcndung des Netzwerks als Mitglied dabei und kann sich noch an die vor ca. 15 Jahren in seinem Betrieb durchgef\u00fchrte Pressekonferenz mit dem Neusser Landrat Hans-J\u00fcrgen Petrauschke erinnern. Ziel des Netzwerks ist es, die<br>Innovationsf\u00e4higkeit der Unternehmen zu unterst\u00fctzen, indem der Wissenstransfer, z.B. durch Veranstaltungen wie der in der G\u00e4rtnerei Odendahl, gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Besuch bei Odendahl ist auch eine Veranstaltung in der Reihe der \u201eStrukturwandel-Safari\u201c, wie Nicole Kr\u00fcttgen von der Zukunftsagentur Rheinisches Revier erkl\u00e4rte. Mit dem Ausstieg aus der Braunkohle geht es jetzt darum, Projekte zu entwickeln, welche Arbeitspl\u00e4tze schaffen und zur Energie- und insbesondere zur dringend ben\u00f6tigten Ressourcenwende beitragen. Durch die \u201eStrukturwandel-Safari\u201c, bei der Unternehmen und Themen der Region in den Fokus ger\u00fcckt werden, sollen der damit gef\u00f6rderte Wissenstransfer und die<br>Vernetzung von Akteuren einen Beitrag leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>In den 60er Jahren wurde der Betrieb von seinem Vater in Neuss gegr\u00fcndet. Heute leitet Franz-Josef Odendahl das Unternehmen mit mehr als 30 Besch\u00e4ftigten zusammen mit seiner Frau Claudia. Von zu Beginn je 4.000 m\u00b2 Gew\u00e4chshaus- und Au\u00dfenfl\u00e4che sind es am jetzigen Standort mittlerweile 28.000 m\u00b2 \u00fcberdachte und 30.000 m\u00b2 freie Fl\u00e4che geworden. Die Vielfalt und die bunte Bl\u00fctenpracht begr\u00fc\u00dfen die Besucher in den Gew\u00e4chsh\u00e4usern. Daf\u00fcr sorgen neben den 300 Rosensorten auch Clematis, Hortensien, Wisterien und verschiedene Gr\u00e4ser. Zurzeit stehen auf dem gesamten Gel\u00e4nde 150.000 Rosen und 130.000 Pflanzen der anderen Kulturen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eRosen m\u00f6gen es nicht lange feucht und lieben die Sonne\u201c, so Odendahl. Die Bew\u00e4sserung erfolgt von unten \u00fcber ein geschlossenes System, bei dem das Gie\u00dfwasser aufgefangen und aufbereitet wird. Das spart Wasser und Pflanzenn\u00e4hrstoffe. Seine Kundschaft besteht zu 90 Prozent aus Gartencentern und Wiederverk\u00e4ufern. Diese werden im Umkreis von circa 100 Kilometer durch eigene LKW beliefert. Weitere Entfernungen werden \u00fcber die regionalen Pflanzenvermarkter abgewickelt. F\u00fcr die starke Nachfrage in \u00d6sterreich verl\u00e4sst pro Woche ein LKW den Betrieb. Wien sei die Stadt, in die die meisten Rosen geliefert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig f\u00fcr die belieferten Gartencenter ist es, dass die Pflanzen schnell verkauft sind. Daf\u00fcr ist der richtige Mix aus Farbe und Habitus ausschlaggebend. Die Gartencenter w\u00e4hlen die Sorten daf\u00fcr nicht selber aus. \u201eWir stellen den besten Mix f\u00fcr die Gartencenter zusammen. Mit unseren Erfahrungen treffen wir hier die richtige Mischung\u201c, erkl\u00e4rt Odendahl. \u201eSind dabei aktuelle Farbtrends ausschlaggebend?\u201c fragt eine Besucherin.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Vorlieben der Kunde wechseln nicht so sehr mit den allgemeinen Farbtrends, die Pflanzengesundheit ist bei der Auswahl von viel gr\u00f6\u00dferer Bedeutung\u201c, antwortet der Rosenspezialist. Besonderen Wert legt der Rosenhof Odendahl auf Nachhaltigkeit. Torfreduzierung ist dabei ein Thema. \u201eIn den letzten Jahren haben wir den Anteil immer weiter reduziert. Ganz ersetzt bekommen wir ihn aktuell noch nicht, denn insbesondere<br>f\u00fcr den Bl\u00fcherfolg beim Endkunden ist er noch ein wichtiger Faktor\u201c, erkl\u00e4rt Odendahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist auch die Abdeckung der Topfoberfl\u00e4che. Beim Topfen der Jungpflanzen wird auf die Erde ein hochwertiger Mulch aus Holzsp\u00e4nen aufgetragen. Dadurch haben Unkr\u00e4uter kaum noch eine Chance zu keimen und Mittel gegen Moos werden \u00fcberfl\u00fcssig. Wasser wird eingespart, da die Schicht die<br>Verdunstung vermindert. Ein weiterer Nebeneffekt sei entstanden erkl\u00e4rt Odendahl, \u201emit dieser Mulchschicht gelangt weniger Erde auf die Fl\u00e4chen und G\u00e4nge und es wird im Betrieb weniger feiner Staub aufgewirbelt\u201c.<br>Ein Highlight der F\u00fchrung war sicherlich das sogenannte Cabrio-Gew\u00e4chshaus. Die Dachfl\u00e4che kann zu 90 Prozent ge\u00f6ffnet werden und auch die Seitenw\u00e4nde k\u00f6nnen hochgefahren werden. Dadurch entsteht ein \u201eFreilandcharakter\u201c der bewirkt, dass die Pflanzen robuster werden und eine sch\u00f6nere Bl\u00fcte entwickeln. Bei Unwetter werden die Rosen durch Schlie\u00dfen von Dach und W\u00e4nden gesch\u00fctzt. Die Gasheizung wird lediglich f\u00fcr die Vermeidung von Frost eingeschaltet. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVor zwei Jahren wurden die Heiztanks bef\u00fcllt. Es sind noch keine 10 Prozent verbraucht. Somit ben\u00f6tigen unsere Kulturen wenig Energieeinsatz\u201c, so der Firmeninhaber zu seinem innovativen Gew\u00e4chshaus.<br>Auf die Frage, wie es mit dem Fachkr\u00e4ftemangel in seinem Betrieb aussehe, antwortete Herr Odendahl, dass auch er Personal suche und es schwierig sei welches zu finden. \u201eIm Moment haben wir noch keine Engp\u00e4sse. In den n\u00e4chsten Jahren werden jedoch Mitarbeiter in den Ruhestand gehen.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Teile seines engagierten Teams sind mehr als 20 Jahre dabei. Heute werden alle Rosenpflanzen mit drei Bambusst\u00e4ben im Topf verkauft. Die St\u00e4be sind oben zusammengebunden und halten die Pflanze in Form. Die Idee daf\u00fcr stammt von Franz-Josef Odendahl selber und er beschreibt den Grund f\u00fcr diese Idee als \u201eden besten Fehler seines Lebens.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Vor \u00fcber 20 Jahren fuhr er zum Gro\u00dfmarkt und hatte Rosent\u00f6pfe in Bananenkartons auf die Transportkarren geladen. \u201eEs war kurz vor Muttertag\u201c, erz\u00e4hlt er begeistert. \u201eMuttertag bedeutet Hochsaison und wenig Zeit. Daher hatte ich die Rosen kurz vorher noch schnell mit der Brause von oben gew\u00e4ssert, was leider zur Folge hatte, dass die Pflanzen die K\u00f6pfe und Stiele h\u00e4ngen lie\u00dfen.\u201c Spontan steckte er jeweils drei Bambusst\u00e4be in<br>die T\u00f6pfe und band die Rosen daran fest. Mit dieser einfachen Idee sorgte er f\u00fcr kompakt und gleichf\u00f6rmig aussehende Pflanzen und landete damit einen Verkaufsschlager. Er konnte damit sehr gute Ertr\u00e4ge erzielen und legte mit dem \u201eFehler von damals\u201c den Grundstein f\u00fcr die Expansion des Rosenhof Odendahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Agrobusiness Niederrhein e.V.<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"756\" height=\"505\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bild1.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bild1.jpg 756w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bild1-480x321.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 756px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Emma Beijers (Brightlands Campus Greenport Venlo), Marcel Claus (Gemeinde Venray), Franz-Josef und Claudia Odendahl (Rosenhof Odendahl), Nicole Kr\u00fcttgen (Zunftsagentur Rheinisches Revier) und Dr. Anke Schirocki (Agrobusiness Niederrhein) (v.l.) | Foto: Agrobusiness Niederrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niedrrhein. 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