{"id":4140,"date":"2024-05-19T07:00:00","date_gmt":"2024-05-19T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4140"},"modified":"2024-05-17T11:52:08","modified_gmt":"2024-05-17T09:52:08","slug":"drohnen-datenstroeme-und-ein-digitaler-zwilling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/05\/19\/drohnen-datenstroeme-und-ein-digitaler-zwilling\/","title":{"rendered":"Drohnen, Datenstr\u00f6me und ein Digitaler Zwilling"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6nchengladbach. <\/strong>Bereits zum dritten Mal hat M\u00f6nchengladbach Ende Februar Unternehmen, Wissenschaft, Start-ups, Kommunen und Experten auf dem SmartCity-Summit.Niederrhein zusammengef\u00fchrt. Ziel des &#8220;Gipfeltreffens&#8221; (Summit) ist es, sich zu Projekten, Ans\u00e4tzen und L\u00f6sungen rund um die digitale und vernetzte Stadt von morgen auszutauschen. Doch nicht nur in den Messehallen des Summits, sondern auch im Stadtgebiet von M\u00f6nchengladbach nehmen smarte Ideen zunehmend Gestalt an. F\u00fcr immer mehr Projekte, die M\u00f6nchenglabdach in seiner Smart-City-Strategie skizziert hat, gibt es inzwischen eine F\u00f6rderzusage.<\/p>\n\n\n\n<p>Kira Tillmanns, Leiterin des Smart City Programms, kommentiert: &#8220;Die Entwicklung von M\u00f6nchengladbach zu einer Smart City ist ein spannender Prozess, der durch die zunehmende Realisierung innovativer Projekte wie der Drohnenlogistik, dem Aufbau eines LoRaWAN-Netzwerks und der Einf\u00fchrung eines Digitalen Zwillings vorangetrieben wird. Diese Initiativen zeigen, wie wichtig es ist, Technologie und Daten sinnvoll zu nutzen, um unsere Stadt effizienter, nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten. Wir sind stolz darauf, dass M\u00f6nchengladbach eine Vorreiterrolle in der digitalen Transformation einnimmt und sich aktiv an der Gestaltung der St\u00e4dte der Zukunft beteiligt.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Forschungsprojekt: Drohnenlogistik<\/strong><br>Wie k\u00f6nnen Drohnen im st\u00e4dtischen Umfeld sicher eingesetzt werden und zu einem gesellschaftlichen Mehrwert beitragen? Dieser bisher ungekl\u00e4rten Frage nimmt sich ein Forschungsprojekt zur Drohnenlogistik an. Das Projekt hat Modellcharakter und kann als Referenz f\u00fcr bundesweit geltende Leitlinien zum Drohnenflug dienen, bei denen auch st\u00e4dtische Anforderungen ber\u00fccksichtigt werden \u2013 insbesondere im Hinblick auf die sich entwickelnden Drohnenlogistikstrategien wirtschaftlicher Akteure. Mit der Umsetzung des Projekts hat der Programmbereich Smart City der Stadt den Flughafen M\u00f6nchengladbach beauftragt. Umgesetzt werden solche Anwendungsf\u00e4lle, die die Daseinsvorsorge gew\u00e4hrleisten und die Lebensqualit\u00e4t verbessern. Dabei werden demn\u00e4chst medizinische Proben vom Krankenhaus zum Labor transportiert. Gerade in der Medizin k\u00f6nnen Drohnen klimaneutral Erg\u00e4nzungen zu Rettungshubschraubern oder Kleinflugzeugen sein und so einen wichtigen, unter Umst\u00e4nden lebensnotwendigen Dienst f\u00fcr die Gesellschaft erbringen. Bewegte Stadt: Eine Stadt im LoRaWAN Datenstrom Keine smarte L\u00f6sung ohne eine gute Analyse. Und f\u00fcr diese braucht es vor allem Daten, Daten, und Daten! Und das am besten datenschutzkonform und in Echtzeit. Die L\u00f6sung liegt im sogenannten LoRaWAN; einem Netzwerkprotokoll, \u00fcber das sich nur kleine Datenpakete (also etwa Sensordaten, aber keine Fotos und Videos) senden lassen, das daf\u00fcr aber sehr energiesparend und zuverl\u00e4ssig funktioniert. Ein LoRaWan-Funknetz hat der Smart-City-Programmbereich der Stadt bereits aufgebaut. In dieser Ma\u00dfnahme geht es nun darum, die Technik mit den LoRaWan-Netzen der Nachbarkommunen kompatibel zu machen und vor allem, sie f\u00fcr konkrete Analysen zu nutzen. Mithilfe von Sensorik sollen k\u00fcnftig etwa Echtzeitdaten zu Kaltluftstr\u00f6men in der Bockerter Heide (Grenzgebiet zu Viersen) geliefert und Verkehrsstr\u00f6me rund um verschiedene Gewerbeansiedlungen im Stadtgebiet erfasst werden. Auch die Auswirkungen von Niederschl\u00e4gen auf Wassermengen, -bewegungen und -qualit\u00e4ten in unterschiedlichen Gew\u00e4ssern und technischen Bauwerken sollen gemessen werden. In einer anderen Teilma\u00dfnahme ist geplant, mithilfe von Hightech-Sensoren Bienen als fliegende Datenquellen einzusetzen. Alle Daten-Analysen sollen mittelfristig dazu genutzt werden, die Auswirkungen stadtplanerischer und \u00f6kologischer Ma\u00dfnahmen besser prognostizieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Digitaler Zwilling<\/strong><br>Im M\u00f6nchengladbacher Stadtgebiet gibt es ihn bereits: den &#8220;Digitalen Zwilling&#8221;. Gemeint ist damit ein virtuelles 3D-Abbild der Stadt. In dieses Modell k\u00f6nnen unterschiedliche Daten eingespielt und punktgenau verortet werden. Das k\u00f6nnen etwa Umweltdaten, Verkehrsdaten oder bauliche Planungsdaten sein. Mithilfe des Digitalen Zwillings lassen sich so Pl\u00e4ne f\u00fcr Bauvorhaben, f\u00fcr Begr\u00fcnungen oder f\u00fcr eine ge\u00e4nderte Verkehrsf\u00fchrung visualisieren. Das erleichtert die Abstimmung zwischen den Verantwortlichen und die Beteiligung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Neben der virtuellen B\u00fcrgerbeteiligung in 3D, die bereits bei der geplanten Umgestaltung des Adenauerplatzes getestet wurde, lassen sich auch die voraussichtlichen Auswirkungen von Vorhaben k\u00fcnftig im Vorfeld simulieren. Dazu geh\u00f6ren st\u00e4dtebauliche Ma\u00dfnahmen oder auch die Verkehrssteuerung. Smart im Park Labor Die Stadtparks Bunter Garten und Stadtwald Rheydt als zentrale Gr\u00fcnanlagen in der Stadt werden innerhalb dieser Ma\u00dfnahme zu Reallaboren f\u00fcr digitale B\u00fcrgerangebote in Parks und f\u00fcr eine datenbasierte Gr\u00fcnanlagengestaltung. Dahinter steckt ein ganzes Paket smarter Ma\u00dfnahmen, die k\u00fcnftig genutzt werden sollen oder punktuell bereits erprobt werden. Die Bandbreite umfasst zum Beispiel Anwendungen, um Besucherstr\u00f6me datenschutzkonform zu erfassen, den Schallpegel an Spielpl\u00e4tzen zu messen oder um Diebstahlschutz bei Abfallgef\u00e4\u00dfen und Parkmobiliar zu gew\u00e4hrleisten. Neben der Naherholung steht die \u00d6kologie im Fokus. Etwa bei dem Vorhaben, B\u00e4ume mithilfe der gemessenen Bodenfeuchtigkeit und Wolkendichte automatisiert zu bew\u00e4ssern oder Sch\u00e4dlinge mittels &#8220;Baumsensorik&#8221; gezielt zu bek\u00e4mpfen. Citizen Lab Das Citizen Lab wird ein Erlebnis- und Wissensort. Hier werden die Aktivit\u00e4ten rund um die &#8220;Smart City&#8221; und die Digitalisierung in M\u00f6nchengladbach veranschaulicht, erfahrbar und teilweise mitgestaltbar. Innerhalb des Labs \u2013 kurz f\u00fcr laboratory, dt. Labor \u2013 werden B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Technologien ausprobieren k\u00f6nnen, etwa den souver\u00e4nen Umgang mit Sensorik und Daten. Gleichzeitig wird in diesem Rahmen ein Austausch mit der Stadtverwaltung und ein Beitrag der Menschen zu den geplanten Digitalisierungsprojekten stattfinden. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sollen hier nach dem sogenannten &#8220;Citizen-Science-Ansatz&#8221; gemeinsam an Projektbestandteilen arbeiten. Auch niederschwellige Angebote zur Medienkompetenz, digitaler au\u00dferschulischer Bildung und der kritischen Auseinandersetzung mit Digitalisierung finden einen Platz. Verortet ist das Citizen Lab in den bereits bestehenden R\u00e4umlichkeiten der Zentralbibliothek, die eine Mischung aus Vortragsr\u00e4umen und offenen Werkst\u00e4tten bietet. Die Aktivit\u00e4ten werden in enger Abstimmung mit anderen Bildungsinstituten stattfinden, sodass eine gemeinsame Vernetzung stattfinden kann. Urban Data Hub Um im Datendschungel der smarten Stadt die F\u00e4den zusammenzuf\u00fchren, gibt es eine eigene Ma\u00dfnahme zur Einrichtung eines Urban Data Hub. Damit gemeint ist die notwendige Infrastruktur, um die Vielzahl der Daten in eine gemeinsame Datenumgebung einzuspeisen und dort f\u00fcr alle relevanten Zielgruppen abrufbar zu machen. Was auf den ersten Blick selbstverst\u00e4ndlich klingt, scheitert schon bei der heutigen Datenlage h\u00e4ufig an unterschiedlichen Formaten, fehlenden Schnittstellen und nicht miteinander vernetzten Datensilos. Ein Teilbereich des Urban Data Hubs ist deshalb das verwaltungsinterne Data Warehouse (DWH), in dem \u00fcber alle Fachbereiche hinweg Daten automatisiert gesammelt, harmonisiert und datenschutzkonform bereitgestellt werden. F\u00fcr die \u00f6ffentlich abrufbaren Informationen ist ein Open Data Portal geplant. Mit der sogenannten Urbanen Datenplattform (UDP) soll zudem eine zentrale &#8220;Datendrehscheibe&#8221; eingerichtet werden, in der st\u00e4dtische und nicht-st\u00e4dtische Daten zusammengef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Smart City M\u00f6nchengladbach<\/strong><br>Im Rahmen des F\u00f6rderwettbewerbes &#8220;Modellprojekte Smart Cities&#8221; des Bundesministeriums f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) wird die Stadt M\u00f6nchengladbach seit Januar 2021 gef\u00f6rdert. Als eine der ausgew\u00e4hlten Modellkommunen entwickelt und erprobt M\u00f6nchengladbach sektoren\u00fcbergreifende digitale Strategien und L\u00f6sungen f\u00fcr das Stadtleben der Zukunft. In der ersten F\u00f6rderphase hat M\u00f6nchengladbach eine Smart-City-Strategie entwickelt, die die Grundlage f\u00fcr die einzelnen Ma\u00dfnahmen bildet. In der aktuellen, zweiten F\u00f6rderphase geht es darum, die einzelnen Smart-City-Projekte umzusetzen, Erfahrungswerte zu sammeln, diese mit anderen Kommunen zu teilen und so die Grundlagen f\u00fcr die Entwicklung hin zu smarten St\u00e4dten bundesweit voranzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.moenchengladbach.de\">Stadt M\u00f6nchengladbach<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"291\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/279456V.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/279456V.jpg 400w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/279456V-300x218.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Sensortechnik \u2013 wie hier auf einem Messestand des SmartCity-Summit.Niederrhein zu sehen, ist eine wichtige Grundlage f\u00fcr die Entwicklung einer smarten Stadt. | Foto: Stadt M\u00f6nchengladbach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6nchengladbach. Bereits zum dritten Mal hat M\u00f6nchengladbach Ende Februar Unternehmen, Wissenschaft, Start-ups, Kommunen und Experten auf dem SmartCity-Summit.Niederrhein zusammengef\u00fchrt. Ziel des &#8220;Gipfeltreffens&#8221; (Summit) ist es, sich zu Projekten, Ans\u00e4tzen und L\u00f6sungen rund um die digitale und vernetzte Stadt von morgen auszutauschen. Doch nicht nur in den Messehallen des Summits, sondern auch im Stadtgebiet von M\u00f6nchengladbach [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4141,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4140","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4140","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4140"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4140\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4142,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4140\/revisions\/4142"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4141"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4140"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4140"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4140"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}