{"id":4137,"date":"2024-05-18T07:00:00","date_gmt":"2024-05-18T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4137"},"modified":"2024-05-17T10:07:50","modified_gmt":"2024-05-17T08:07:50","slug":"einblick-in-die-zukunft-der-agrartechnologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/05\/18\/einblick-in-die-zukunft-der-agrartechnologie\/","title":{"rendered":"Einblick in die Zukunft der Agrartechnologie"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Niederrhein\/ Krefeld.<\/strong> Eine Gruppe von Experten und Expertinnen aus dem Netzwerk des Vereins Agrobusiness Niederrhein e.V. besuchte k\u00fcrzlich einen Innovationstreiber der Landwirtschaft am Niederrhein, um neueste Entwicklungen im Bereich der Agrarautomatisierung zu erkunden: die AI.Land GmbH.<\/p>\n\n\n\n<p>Das 15-k\u00f6pfige Team um Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Josef Franko ist seit Januar am Standort in Krefeld, in direkter Nachbarschaft seines heimischen Milchviehbetriebs. \u201eDie letzten drei Jahre haben wir in einem alten Industriegel\u00e4nde ohne Heizung verbracht \u2013 dort hatten wir zwar viel Platz f\u00fcr unsere Entwicklungen, aber wir sind sehr froh um die neuen M\u00f6glichkeiten und Fl\u00e4chen hier am Lefkeshof\u201c, sagt Dr. Simon Maike, der ma\u00dfgeblich das Projekt DaVegi leitet, eines von insgesamt sechs Projekten im Bereich der Agrarrobotik.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAls junges Unternehmen sind wir nicht wie andere Start-ups von der n\u00e4chsten Investorenrunde und externen Geldgebern abh\u00e4ngig. Wir finanzieren uns durch Ingenieursleistungen und Auftragsforschung. Dadurch k\u00f6nnen wir auch unsere eigenen Projekte tragen.\u201c sagt Josef Franko. So finalisiert die AI.Land GmbH zum Beispiel in einer Kooperation mit der Bayer AG gerade den Prototyp eines Agrarroboters, der durch pr\u00e4zise Applikation auf dem Acker zwischen 95 und 98% Chemie einsparen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Pr\u00e4zisionslandwirtschaft besch\u00e4ftigt sich das Team in Krefeld intensiv mit dem Gem\u00fcseanbau: Ziel ist ein vollautomatisierter Anbau von gemischten Kulturen auf derselben Fl\u00e4che. Im Gegensatz zur herk\u00f6mmlichen Fl\u00e4chenbewirtschaftung betrachtet der KI-gest\u00fctzte Ansatz jede Pflanze einzeln. Durch maschinelles Lernen k\u00f6nnen Wasser, D\u00fcnger und Pflanzenschutz ma\u00dfgeschneidert auf jede einzelne Pflanze ausgebracht werden. Diese Spot-Farming-Strategie, selektiv von der Aussaat bis zur Ernte, sichert einen minimal invasiven, ressourcenschonenden Anbau im Freiland. Und dann? Auch die Ernte ist vollautomatisiert: Ziel ist eine fertig konfektionierte, bunt gemischte Gem\u00fcsekiste, nachts geerntet, morgens ausgeliefert, feldfrisch direkt beim Kunden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir haben hier in NRW ein riesiges Potenzial f\u00fcr Gem\u00fcsebau. Und wieder diverser anzubauen, das st\u00e4rkt die Resilienz unserer Region. Unsere L\u00f6sung kann dazu beitragen, wieder mehr Wertsch\u00f6pfung auf die Fl\u00e4chen zu holen\u201c, so Franko. Erreichen lie\u00dfe sich dies zum Beispiel durch den Anbau von hochpreisigen, arbeitsintensiven Kulturen wie Blumenkohl oder Brokkoli, die mittlerweile im Freilandanbau eine Seltenheit darstellen. \u201eWichtig ist nur, dass wir das Wissen dar\u00fcber erhalten. Viele Landwirte sind spezialisiert und auf Effizienz ausgerichtet. Unsere Idee ist, die Spezialisierung nicht weiter auszudehnen, sondern die Betriebszweige wieder zu integrieren. Unter anderem auch durch den Nutzen von lokalen D\u00fcngemitteln und Reststoffen\u201c, f\u00fchrt Franko weiter aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Versuchsfl\u00e4che konnte sich die Besuchergruppe ein Bild vom Gem\u00fcseroboter \u201eDaVegi\u201c machen. Der semi-mobile Roboter, ausgestattet mit PV-Modulen, bewegt sich energieautark \u00fcber eine kreisf\u00f6rmige Fl\u00e4che. Rund um die gemischten Gem\u00fcsebeete sind Gr\u00fcn- und Bl\u00fchstreifen geplant, einige R\u00fcbenversuche entstehen an den Randfl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.agrobusiness-niederrhein.de\">Agrobusiness Niederrhein e.V.<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1178\" height=\"616\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/2024_14_AILand_Agropole.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/2024_14_AILand_Agropole.jpg 1178w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/2024_14_AILand_Agropole-980x512.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/2024_14_AILand_Agropole-480x251.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1178px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Unter den Teilnehmenden waren Expertinnen und Experten der Branche, Fachleute der Landwirtschaftskammer und Hochschulen. | Foto: Agrobusiness Niederrhein e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niederrhein\/ Krefeld. 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