{"id":4120,"date":"2024-05-09T07:00:00","date_gmt":"2024-05-09T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4120"},"modified":"2024-05-14T12:34:02","modified_gmt":"2024-05-14T10:34:02","slug":"der-binnenmarkt-sorgt-fuer-wohlstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/05\/09\/der-binnenmarkt-sorgt-fuer-wohlstand\/","title":{"rendered":"Der Binnenmarkt sorgt f\u00fcr Wohlstand"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein. <\/strong>Die Europ\u00e4ische Union ist f\u00fcr die Unternehmen in Krefeld und am gesamten Mittleren Niederrhein von herausragender Bedeutung. \u201eDer gemeinsame Binnenmarkt hat den Austausch von Waren und Dienstleistungen in der EU enorm gepusht\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Steinmetz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. \u201eDazu kommt der Euro: In 20 EU-Staaten fallen Umtauschgeb\u00fchren und Wechselkursrisiken bei Transaktionen weg.\u201c Allerdings hat die Eurozone f\u00fcr die regionale Wirtschaft als Investitionsziel zuletzt an Attraktivit\u00e4t verloren. Zudem kritisieren die Unternehmen die \u00fcberbordende B\u00fcrokratie, die von der EU ausgeht. Das sind wesentliche Ergebnisse der IHK-Kurzstudie \u201eDer Mittlere Niederrhein und Europa\u201c, die nun im Vorfeld der Europawahl am 9. Juni ver\u00f6ffentlicht wird. Die Ergebnisse basieren auf einer Unternehmensbefragung, an der sich 400 Betriebe aus Krefeld, M\u00f6nchengladbach, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Viersen beteiligt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr 57 Prozent der Unternehmen in Krefeld ist der Binnenmarkt ein Vorteil oder ein gro\u00dfer Vorteil. Keines der befragten Unternehmen sah einen Nachteil. \u201eDank der EU wurden Handelsbeschr\u00e4nkungen sowie Z\u00f6lle abgebaut und die Grenzen ge\u00f6ffnet. Das hat in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich zum Wohlstand hierzulande beigetragen\u201c, betont Steinmetz. \u201eDeswegen sei allen EU-Gegnern gesagt: Deutschlands Austritt aus der EU ist mit gro\u00dfen Wohlstandsverlusten f\u00fcr unser Land verbunden.\u201c Allerdings: Im Vergleich zur Vorumfrage im Jahr 2019 hat sich die Bewertung der Binnenmarkt-Vorteile durch die Unternehmen etwas verschlechtert. So ist der Anteil der Betriebe in der Region, die einen gro\u00dfen Vorteil im Binnenmarkt sehen, um 13 Prozentpunkte gesunken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesamtwirtschaft am Mittleren Niederrhein generiert einen hohen Umsatzanteil mit Kunden aus dem EU-Ausland. Bei den exportierenden Betrieben liegt der Anteil der Unternehmen, die mehr als 25 Prozent ihres Umsatzes im EU-Ausland machen, bei 46 Prozent und ist damit um 7 Prozentpunkte h\u00f6her als bei der Vorumfrage im Jahr 2019. \u201eWir sind eine Grenzregion. Deswegen sind f\u00fcr die niederrheinische Wirtschaft insbesondere die nahen Benelux-L\u00e4nder der wichtigste europ\u00e4ische Markt\u201c, betont IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz. \u201eMit deutlichem Abstand werden Frankreich, Osteuropa und S\u00fcdeuropa als bedeutende Exportm\u00e4rkte innerhalb Europas benannt.\u201c F\u00fcr die Industrie ist Frankreich fast genauso wichtig wie Benelux. Bei den Import- wie auch bei den Exportgesch\u00e4ften sind die Benelux-L\u00e4nder die bedeutendste Region, gefolgt von S\u00fcdeuropa (14 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Umfrage zeigt allerdings auch, dass die Eurozone an Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Auslandsinvestitionen verliert. Bei der Frage nach den wichtigsten Zielen f\u00fcr Auslandsinvestitionen rangiert die Eurozone zwar nach wie vor auf dem ersten Platz. &nbsp;Allerdings benannten bei der aktuellen Umfrage 47 Prozent der Unternehmen die Region als wichtigstes Investitionsziel, 2019 waren es noch 69 Prozent. \u201eF\u00fcr die hiesige Industrie sinkt dieser Wert seit der Vorumfrage sogar um 35 Prozentpunkte\u201c, so Steinmetz. Andere Regionen, wie z.B. Ost-S\u00fcdosteuropa (ohne EU), Nordamerika, Afrika, Nah- und Mittelost und Asien\/Pazifik (ohne China) werden zunehmend interessanter. \u201eDiese Entwicklung zeigt, dass es eine bedeutende Aufgabe f\u00fcr die Europ\u00e4ische Kommission in der kommenden Wahlperiode sein wird, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit wieder zu verbessern. Das betrifft insbesondere die Energie- und Klimapolitik\u201c, erkl\u00e4rt Steinmetz. Vor allem die energieintensiven Vorleistungsg\u00fcterproduzenten investieren mittlerweile verst\u00e4rkt au\u00dferhalb der Eurozone.<\/p>\n\n\n\n<p>Und noch einen weiteren Punkt kritisieren die Unternehmen: Die Regulierungsdichte durch EU-Verordnungen wird von den Betrieben als zu hoch angesehen. 86 Prozent der Firmen empfinden die EU-Regulierungsdichte als zu hoch oder viel zu hoch. Bei dieser Frage sind sich die Unternehmen aller Branchen einig. Die Unzufriedenheit hat seit 2019 in allen Branchen \u2013 ausgenommen ist hier der Einzelhandel \u2013 zugenommen. \u201eWir haben beim B\u00fcrokratieabbau ein Umsetzungsdefizit\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Steinmetz. Der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer nennt Beispiele: Die Datenschutzgrundverordnung sorgt bei den IHK-Mitgliedern auch mehrere Jahre nach ihrer Einf\u00fchrung weiterhin f\u00fcr gro\u00dfe Unsicherheit in den Betrieben. \u201eDer Mittelstand ben\u00f6tigt Ausnahmeregelungen etwa hinsichtlich der Dokumentationspflichten\u201c, so Steinmetz. Ein weiteres Problem betrifft die Erstellung der A1-Bescheinigung bei Mitarbeitendenentsendungen. \u201eDas sorgt f\u00fcr einen zus\u00e4tzlichen Aufwand bei der Mitarbeitendenentsendung von meist mehr als 20 Minuten pro Besch\u00e4ftigten. Der Binnenmarkt ist erst verwirklicht, wenn die Mitarbeiterentsendung unb\u00fcrokratischer funktioniert\u201c, so Steinmetz. Und auch die komplexe Verpackungsrichtlinie, die von den EU-Mitgliedstaaten unterschiedlich umgesetzt worden ist, verursacht hohe b\u00fcrokratische Lasten und ist ein Handelshemmnis im EU-Binnenmarkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fazit der Umfrage f\u00e4llt f\u00fcr J\u00fcrgen Steinmetz klar aus. \u201eUnsere Umfrage zeigt in erster Linie, was die Europ\u00e4ische Union f\u00fcr einen gro\u00dfen Wert f\u00fcr unsere Wirtschaft und damit f\u00fcr die Menschen in unserer Region hat. Deswegen kann ich auch nur jede und jeden ermuntern, sich mit der Europawahl zu befassen und w\u00e4hlen zu gehen\u201c, appelliert der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse der Kurzstudie \u201eDer Mittlere Niederrhein und Europa\u201c gibt es auf der <a href=\"http:\/\/www.mittlerer-niederrhein.ihk.de\/31506\">IHK-Website<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/de\/oeffentlichkeitsarbeit\/pressemitteilungen\/2024\/der-binnenmarkt-sorgt-fuer-wohlstand.html\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. Die Europ\u00e4ische Union ist f\u00fcr die Unternehmen in Krefeld und am gesamten Mittleren Niederrhein von herausragender Bedeutung. \u201eDer gemeinsame Binnenmarkt hat den Austausch von Waren und Dienstleistungen in der EU enorm gepusht\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Steinmetz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. \u201eDazu kommt der Euro: In 20 EU-Staaten fallen Umtauschgeb\u00fchren und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4120","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4120"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4120\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4121,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4120\/revisions\/4121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}