{"id":4109,"date":"2024-05-18T06:00:00","date_gmt":"2024-05-18T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4109"},"modified":"2024-05-14T10:46:48","modified_gmt":"2024-05-14T08:46:48","slug":"beteiligungswerkstaetten-zur-innenstadt-mehr-als-100-teilnehmende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/05\/18\/beteiligungswerkstaetten-zur-innenstadt-mehr-als-100-teilnehmende\/","title":{"rendered":"Beteiligungswerkst\u00e4tten zur Innenstadt: mehr als 100 Teilnehmende"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Krefeld.<\/strong> \u201eWie w\u00fcnschen wir uns unsere Innenstadt im Bereich der vier W\u00e4lle in den n\u00e4chsten Jahren? Welche Anreize ben\u00f6tigen wir, um uns gerne in der Innenstadt aufzuhalten?\u201c: Nachdem die Stadtverwaltung im Fr\u00fchjahr das neue Leitbild \u201eMehr Stadt zum Leben\u201c f\u00fcr den Bereich innerhalb der vier W\u00e4lle vorstellte, lud sie in den vergangenen Wochen gleich zweimal zu einer Beteiligungswerkstatt ein. Unter dem Titel \u201eStadtdenker Krefeld\u201c nutzten mehr als 100 Teilnehmende die Chance, um an der Entwicklung ihrer Innenstadt mitzuwirken. \u201eWir haben uns vor allem \u00fcber die vielf\u00e4ltige Teilnehmerschaft gefreut. Der j\u00fcngsten Teilnehmenden waren unter 20 und die \u00e4ltesten \u00fcber 70 Jahre. F\u00fcr ein Drittel der Teilnehmenden war es die erste Beteiligungswerkstatt \u00fcberhaupt\u201c, erkl\u00e4rt Beatrice Kamper, Fachbereichsleiterin Stadt- und Verkehrsplanung. \u201eEgal, ob Sch\u00fcler, Student, Familie oder Pension\u00e4r \u2013 die Innenstadt geh\u00f6rt uns allen. Genau deswegen ist es so wichtig, dass wir sie alle gemeinsam gestalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadtverwaltung hatte sich erstmalig f\u00fcr eine besondere Beteiligungsstrategie entschieden: Anstatt zur Gesamtentwicklung des Areals innerhalb der vier W\u00e4lle zu beteiligen, hatte das Vorbereitungsteam sechs Impulsprojekte f\u00fcr die Innenstadt ausgesucht. An sechs Dialogtischen wurde gemeinsam zu diesen Projekten gearbeitet \u2013 dabei wechselten die Teilnehmenden in festen Gruppen durch alle Themenbereiche. Angeleitet durch die Experten waren die Krefelderinnen und Krefelder zu jedem Thema aufgefordert, \u00fcber Planungsideen zu diskutieren, eigene W\u00fcnsche zu \u00e4u\u00dfern und Vorstellungen zu benennen. Dabei erhielten sie Hilfestellungen durch die Bereitstellung unterschiedlicher Materialien: Leitfragen halfen, die Diskussionen anzuregen, Inspirationsbilder konnten ausgew\u00e4hlt oder mit Klebepunkten Fragen beantwortet und Priorit\u00e4ten gesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstalter zeigten sich begeistert von den Ideen der Teilnehmenden. Am Projekttisch zu einer m\u00f6glichen Umgestaltung der Sankt Anton-Stra\u00dfen sammelten die Besucherinnen und Besucher zum Beispiel viele kreative Vorschl\u00e4ge, wie die Barriere zwischen dem n\u00f6rdlich und dem s\u00fcdlich liegenden Quartier \u00fcberwunden werden k\u00f6nnte. \u201eAm Ende sind die Ideen nat\u00fcrlich nicht alle umsetzbar, aber es ist deutlich geworden, wie wichtig es ist, die Querung \u00fcber die Sankt Anton-Stra\u00dfe zu st\u00e4rken, um die beiden Areale miteinander zu verbinden\u201c, erkl\u00e4rt Kamper. \u201eEin Teilnehmer verglich die Sankt Anton-Stra\u00dfe mit einem Graben, der voll mit Krokodilen sei. Das Bild werde ich nicht vergessen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch am Dialogtisch zu einem m\u00f6glichen \u201eReallabor\u201c an der Lindenstra\u00dfe entstanden viele Ideen. Die Stadt schl\u00e4gt vor, den Stra\u00dfenraum auf der Lindenstra\u00dfe zuk\u00fcnftig neu zu bespielen, zum Beispiel durch den Einsatz von Stadtm\u00f6beln, tempor\u00e4ren Nutzungen oder Gastronomie. Die Teilnehmenden f\u00fcllten die Vision: Bordsteine k\u00f6nnten weggenommen und der Stra\u00dfenraum neu f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer aufgeteilt werden. Immer wieder fiel der Wunsch nach einem entsiegelten Bodenbelag, nach Beeten und Orten zum Niederlassen. \u201eBemerkenswert in beiden Veranstaltungen war die Bereitschaft der Teilnehmenden, selbst Verantwortung f\u00fcr Projekte in der Innenstadt zu \u00fcbernehmen, wenn wir als Stadt die Grundlagen daf\u00fcr schaffen\u201c, erkl\u00e4rt Kirsten Steffens, Leiterin der Abteilung R\u00e4umliche Entwicklung und Denkmalschutz. \u201eEs war eine Aufbruchsstimmung sp\u00fcrbar \u2013 das tat uns allen gut und schafft ein Gef\u00fchl der Gemeinsamkeit. Das brauchen wir, um die Innenstadt zu ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch an den Thementischen zum Umbau und der Umnutzung des Stadtbads Neusser Stra\u00dfe, zur Wiederbelebung von Problemimmobilien, zu einer m\u00f6glichen Umgestaltung des Dr. Hirschfelder Platzes und zur Einrichtung einer m\u00f6glichen Quartiersgarage am Westwall wurde gearbeitet. Die hier gesammelten Erkenntnisse flie\u00dfen nun in die Ausarbeitung finaler Ma\u00dfnahmen ein. \u201eIch kann mir vorstellen, dass wir bei manchen Projekten noch einmal unsere bisherige Strategie \u00fcberdenken, auf jeden Fall werden wir Vorschl\u00e4ge untersuchen, die die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mitgebracht haben\u201c, so Steffens. Die Abteilungsleiterin bezieht sich zum Beispiel auf den mehrfach ge\u00e4u\u00dferten Wunsch, in einer Quartiersgarage auch Paketstationen sowie Fahrradabstellanlagen unterzubringen. \u201eWir werden pr\u00fcfen, ob und wie das m\u00f6glich ist\u201c, sagt sie.<\/p>\n\n\n\n<p>In den n\u00e4chsten Wochen wird die Stadtverwaltung dazu intensiv arbeiten. Unterst\u00fctzt werden die Planer dabei vom externen B\u00fcro \u201ePesch und Partner\u201c. Das Leitbild \u201eMehr Stadt zum Leben\u201c, das mit der Verwaltung fach\u00fcbergreifend und auf Grundlage der Kulturhistorisch st\u00e4dtebaulichen Analyse erarbeitet wurde, war der erste Schritt im Rahmen der Erstellung eines neuen Integrierten st\u00e4dtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) f\u00fcr den Bereich innerhalb der vier W\u00e4lle. Die abgeleiteten Ziele und Handlungsfelder, die aus der Vision Wirklichkeit machen sollen, sind unter anderem durch die Beteiligungswerkst\u00e4tten nun weiter mit Leben gef\u00fcllt worden. In den n\u00e4chsten Monaten sollen jetzt die konkreten Ma\u00dfnahmen und Projekte fortentwickelt und in einem finalen ISEK zusammengefasst werden. Dieses wird dann nach der Sommerpause in die Politik eingebracht werden. Auch eine Abstimmung mit der Bezirksregierung folgt parallel: Das ISEK ist notwendig, um F\u00f6rdergelder im Rahmen der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung zu erhalten. \u201eAm Ende werden wir nicht f\u00fcr alle Wunschprojekte, die wir bei der Beteiligungswerkstatt vorgestellt haben, F\u00f6rdermittel erhalten. Aber, wenn die Politik den Projekten zustimmt, m\u00f6chten wir sie grunds\u00e4tzlich in Krefeld umsetzen\u201c, beschreibt Kamper. \u201eDie Zeitschiene werden wir gemeinsam festlegen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei gibt es f\u00fcr die Projekte, die im Rahmen der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung gef\u00f6rdert werden, konkrete zeitliche Vorgaben. Sie m\u00fcssen im Rahmen der F\u00f6rderf\u00e4higkeit innerhalb von acht bis zehn Jahren umgesetzt werden. \u201eEs ist wichtig, dass wir hier konkret werden\u201c, erkl\u00e4rt die Fachbereichsleiterin. \u201eBei der Beteiligungswerkstatt ging es nicht darum, ins Blaue zu planen, sondern darum, konkrete Projekte gemeinsam voranzutreiben.\u201c Die Stadt hofft, dass mit dem politischen Beschluss bereits im n\u00e4chsten Jahr mit der Umsetzung erster Projekte begonnen werden kann. Weitere Informationen zum Gesamtprozess \u201eMehr Stadt zum Leben\u201c gibt es <a href=\"http:\/\/www.krefeld.de\/mehr-stadt-zum-leben\">hier<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.krefeld.de\">Stadt Krefeld<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krefeld. \u201eWie w\u00fcnschen wir uns unsere Innenstadt im Bereich der vier W\u00e4lle in den n\u00e4chsten Jahren? 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