{"id":3947,"date":"2024-04-27T06:00:00","date_gmt":"2024-04-27T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=3947"},"modified":"2024-04-23T10:01:03","modified_gmt":"2024-04-23T08:01:03","slug":"viel-zuspruch-fuer-wohnungspolitischen-dialog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/04\/27\/viel-zuspruch-fuer-wohnungspolitischen-dialog\/","title":{"rendered":"Viel Zuspruch f\u00fcr \u201eWohnungspolitischen Dialog\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Krefeld. <\/strong>\u00dcber eine gro\u00dfe Beteiligung am ersten st\u00e4dtischen \u201eWohnungspolitischen Dialog\u201c im Seidenweberhaus freut sich Sabine Lauxen, Dezernentin f\u00fcr Umwelt und Verbraucherschutz, Soziales, Senioren, Wohnen und Gesundheit in Krefeld. Rund 75 Akteure aus der Wohnungswirtschaft, von den Wohlfahrtsverb\u00e4nden, von der Hochschule Niederrhein sowie aus Politik und Verwaltung haben sich bei diesem neuen Dialogformat zu Themen des Wohnens in Krefeld ausgetauscht. Es ging beispielsweise um die Fragen, wie in Krefeld qualitativ wertiger Wohnraum bereitgestellt werden kann, wie Wohnungslosigkeit pr\u00e4ventiv verhindert werden kann und wie passender Wohnraum f\u00fcr Studierende in der Innenstadt aussehen sollte. \u201eDer neue st\u00e4dtische Fachbereich Wohnen befindet sich im Aufbau. Ziel des Dialogformates war es, fr\u00fchzeitig mit den Akteuren in einen Austausch zu kommen, gemeinsam an guten L\u00f6sungen f\u00fcr Krefeld zu arbeiten. Der Dialog hat noch einmal eindrucksvoll gezeigt, dass das gro\u00dfe gemeinsame Interesse ist, unsere Stadt Krefeld als Wohnstandort voranzubringen\u201c, sagte Sabine Lauxen. Unter anderem brachten mehrere Akteure der Wohnungswirtschaft den Willen zum Ausdruck, in Wohnraum investieren zu wollen und Sanierungen vorzunehmen. Die Dezernentin versprach, dass diesem Auftaktformat weitere Runden mit Austausch zu einzelnen Themen folgen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Wohnungswirtschaft nahmen an dem Dialog unter anderem der Verband Haus und Grund, die Wohnst\u00e4tte, die NRW-Bank sowie verschiedene Immobilienbesitzer teil. Von den Wohlfahrtsverb\u00e4nden waren unter anderem die Caritas, die Diakonie, der Sozialdienst katholischer M\u00e4nner (SkM) und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) vertreten. Aus den politischen Fraktionen gab es ebenso zahlreiche Teilnehmende wie von der Verwaltung. Der \u201eWohnungspolitische Dialog\u201c am 17. April begann mit einer Einleitung von Sabine Lauxen und zwei Fachvortr\u00e4gen von Ricarda P\u00e4tzold vom Deutschen Institut f\u00fcr Urbanistik (Difu) sowie Michael Schleicher, langj\u00e4hriger Leiter des Wohnungsamtes K\u00f6ln und heute Berater in der Wohnungswirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Gr\u00fcndung des Fachbereichs Wohnen verfolgt die Stadtverwaltung das Ziel, preiswerten Wohnraum zu erhalten und auszubauen, den Wohnungsbestand qualitativ weiterzuentwickeln und den Wohnungsneubau zu f\u00f6rdern. Es geht immer auch darum, die Krefelder Quartiere durch vernetzte Ma\u00dfnahmen, Sanierung und Neubau aufzuwerten, die Innenstadt durch Wohnen weiter zu beleben sowie Wohnungs- und Obdachlosigkeit zu vermeiden. Dabei k\u00f6nne die Verwaltung auf bestehenden Studien wie den Demografiebericht sowie die kommunale Wohnungsmarktbeobachtung aufbauen, wie Sabine Lauxen deutlich machte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ricarda P\u00e4tzold stellte in ihrem Vortrag \u201eStrategien und Bausteine f\u00fcr eine nachhaltige und zukunftsorientierte Wohnungspolitik\u201c aktuelle Tendenzen der Wohnungspolitik vor. Ihr Beitrag lie\u00df sich als ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr gef\u00f6rderten Wohnungsbau verstehen. F\u00fcr Ricarda P\u00e4tzold sind Bezahlbarkeit, Wohnqualit\u00e4t und Wohnsicherheit eine \u00f6ffentliche Daseinsvorsorge. In Richtung der Wohnungswirtschaft sagte sie: \u201eAuch die Wirtschaft profitiert von bezahlbaren Mieten.\u201c Der Staat solle seinen Instrumentenkasten nutzen, forderte sie. \u201eDie Regulierung von \u00fcberschie\u00dfenden Preisen bei Wohnen und Boden darf kein Tabuthema sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Michael Schleicher kam mit der langen Erfahrung als ehemaliger Leiter des Wohnungsamtes in K\u00f6ln nach Krefeld. Er war Mitglied der Fachkommission f\u00fcr Wohnungspolitik des Deutschen St\u00e4dtetages, hat den Landtag elf Jahre im Rahmen der Enqu\u00e8te-Kommission \u201eWohnungswirtschaftlicher Wandel\u201c beraten und beim Bundesbauministerium bei den Papieren \u201eB\u00fcndnis f\u00fcr Wohnen\u201c in 2023 sowie beim Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit 2024 mitgearbeitet. Seine <\/p>\n\n\n\n<p>Kernthesen waren, dass es einer kommunalen Wohnungsversorgungspolitik bed\u00fcrfe, dass kommunale Wohnungspolitik Daseinsvorsorge sei und es dringend mehr \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Wohnungsbau geben m\u00fcsse. Schleicher brachte auch zum Ausdruck, dass die F\u00f6rderung in Nordrhein-Westfalen h\u00f6her sei als in jedem anderen Bundesland. Der Wohndruck werde auch in Krefeld weiter steigen, prognostizierte er, \u201edenn die Mietpreisentwicklung des Gro\u00dfraums D\u00fcsseldorf ist nur 23 Zugminuten entfernt\u201c.<br>Schwerpunktaufgabe eines kommunalen Wohnungsamtes k\u00f6nne es sein, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass mehr bezahlbarer Wohnraum entstehe, so Schleicher. L\u00f6sungsans\u00e4tze bestehen aus seiner Sicht darin, Erhaltungssatzungen zu entwickeln mit dem Ziel, sogenannte Luxussanierungen zu verhindern. Auch k\u00f6nne eine sozialgerechte Bodennutzung beschlossen werden, die bei Neubauten einen Anteil von mindestens 30 Prozent \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Wohnungen vorsehe. Eine weitere Variante w\u00e4re aus seiner Sicht, Grundst\u00fccke vorrangig an neu zu gr\u00fcndende Genossenschaften zu ver\u00e4u\u00dfern und kommunale Grundst\u00fccke mit der Auflage zu verkaufen, preiswerten Wohnraum zu schaffen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Mittagspause wurde der Wohnungspolitische Dialog mit mehreren Workshops \u2013 moderiert von Mitarbeitenden der Stadtverwaltung \u2013 fortgesetzt, in denen sich die Teilnehmenden in verschiedenen Runden austauschten. Dabei ging es unter anderem darum, wie pr\u00e4ventiv verhindert werden kann, dass es zu Wohnungslosigkeit kommt. Gemeinsam mit Studierenden und Vertretern der Hochschule Niederrhein wurde zudem er\u00f6rtert, wie in der Krefelder Innenstadt attraktiver Wohnraum f\u00fcr Studierende entstehen kann. \u201eIn den Workshops wurde intensiv, aber stets auf Augenh\u00f6he und mit beidseitigem Verst\u00e4ndnis diskutiert. Die Wohnungswirtschaft hat ihre Hinweise gegeben, auch die Wohlfahrtsverb\u00e4nde haben wertvolle Beitr\u00e4ge geliefert. Der gemeinsame Austausch hat mich besonders gefreut, da sich an vielen Stellen zeigte, dass wir mit dem Fachbereich Wohnen L\u00f6sungen finden k\u00f6nnen und zu guten Ergebnissen f\u00fcr unsere Stadt kommen werden\u201c, sagte Sabine Lauxen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.krefeld.de\">Stadt Krefeld<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1790\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Stadt-KR-Wohnungspolitischer-Dialog-SWH-_06-scaled.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Stadt-KR-Wohnungspolitischer-Dialog-SWH-_06-scaled.jpg 2560w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Stadt-KR-Wohnungspolitischer-Dialog-SWH-_06-1280x895.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Stadt-KR-Wohnungspolitischer-Dialog-SWH-_06-980x685.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Stadt-KR-Wohnungspolitischer-Dialog-SWH-_06-480x336.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Erster Wohnungspolitischer Dialog der Stadt Krefeld | Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. 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