{"id":3934,"date":"2024-04-20T06:00:00","date_gmt":"2024-04-20T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.invest-in-niederrhein.de\/?p=3934"},"modified":"2024-04-19T13:03:17","modified_gmt":"2024-04-19T11:03:17","slug":"nachhaltige-herstellung-von-lebensmitteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/04\/20\/nachhaltige-herstellung-von-lebensmitteln\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Herstellung von Lebensmitteln"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6nchengladbach.<\/strong> Wie lassen sich Lebensmittel von Anfang an nachhaltiger produzieren? Wie k\u00f6nnen Anbaubetriebe dabei Energie und Ressourcen sparen? Und bleiben Qualit\u00e4t und Gesundheitswert von Obst und Gem\u00fcse dabei erhalten oder k\u00f6nnen sie sogar gezielt verbessert werden? Die Hochschule Niederrhein (HSNR) t\u00fcftelt an der Antwort \u2013 und erschafft dazu digitale Zwillinge von echten Pflanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Digitalisierung wird vor allem im Agrar- und Lebensmittelsektor in Zeiten steigender Energiekosten immer wichtiger. Um diesen Wandel in der Grenzregion Deutschland-Niederlande voranzubringen, geht mit neun Partnern das F\u00f6rderprojekt &#8220;Sustainable Production of Healthy Food (SPoHF)&#8221; an den Start. Zum Forscherteam geh\u00f6ren auf Seiten der HSNR Forscher:innen des Instituts GEMIT und des Fachbereichs Oecotrophologie.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Verbundprojekt kombiniert K\u00fcnstliche Intelligenz, Sensortechnik und Laboranalyse, um digitale Modelle von Pflanzen abzubilden. Daf\u00fcr gibt es im Rahmen des Interreg VI A-Programms Deutschland-Nederland 2,36 Millionen Euro F\u00f6rdergeld. Die HSNR als Projektleiterin erh\u00e4lt anteilig 741.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Was passiert konkret? SPoHF konzentriert sich auf den Obst- und Gem\u00fcseanbau sowohl im Freiland als auch im Gew\u00e4chshaus. Die Projektpartner nehmen die direkten Umgebungsfaktoren von Tomaten und Blaubeeren in den Blick: Wie m\u00fcssen Beleuchtung, Temperatur, Bodenqualit\u00e4t, Bew\u00e4sserung und nat\u00fcrlicher Pflanzenschutz angepasst werden, um das Wachstum und die Qualit\u00e4t von Pflanze und Frucht bei weniger Energieverbrauch zu optimieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr entwickeln und testen die Projektpartner f\u00fcr jeden Umgebungsfaktor eigene smarte Soft- und Hardwarel\u00f6sungen. Zus\u00e4tzliche Sensorik in direkter Umgebung der Pflanzen soll die Luftfeuchtigkeit und W\u00e4rmetemperatur verbessern. Zudem soll ein cleveres Beleuchtungssystem je nach Wetter die Lichtintensit\u00e4t im Gew\u00e4chshaus anpassen. Auch die genauere Nutzung von Wetterdaten, eine angepasste Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung und eine \u00dcberwachung der Bodenqualit\u00e4t spielen in die Forschung mit rein. Dadurch wird mit weniger Energieaufwand ein optimales Pflanzenwachstum erzielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Begleitend zu diesen Prozess\u00e4nderungen wird analytisch im Labor und an den Pflanzen im Feld untersucht, ob und wie sich dadurch qualit\u00e4ts- und gesundheitsrelevante Inhaltsstoffgehalte in den Fr\u00fcchten ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Forscherteam des Hochschul-Instituts f\u00fcr Gesch\u00e4ftsprozessmanagement und IT (GEMIT) erstellt auf Basis der Prozess- und Produktdaten virtuelle Pflanzen-Zwillinge. Diese sollen die \u00dcberwachung des Zustandes der echten, physischen Pflanzen mithilfe von K\u00fcnstlicher Intelligenz erleichtern. Projektleiter Professor Dr. Andr\u00e9 Schekelmann und die wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen Rebecca Ries und Maximilian Hummel simulieren dazu die Auswirkungen der ver\u00e4nderten Umgebungsfaktoren. Viel schneller als in Echtzeit lassen sich somit ihr Einfluss auf die Pflanze ablesen und passende Ma\u00dfnahmen vorschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Entwicklung von kontinuierlichen Prozess\u00fcberwachungsmethoden erprobt der Fachbereich Oecotrophologie dabei auch den Einsatz innovativer Methoden, mit denen sich Pflanzen und Fr\u00fcchte direkt vor Ort zerst\u00f6rungsfrei analysieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSPoHF ber\u00fccksichtigt somit \u00f6konomische, \u00f6kologische und gesundheitliche Aspekte: Durch effektiveren Ressourceneinsatz sollen Anbaubetriebe wirtschaftlicher arbeiten k\u00f6nnen. Gleichzeitig soll durch geringeren Einsatz von D\u00fcngemitteln und Pestiziden zur Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung die Umwelt geschont werden. Schlie\u00dflich wird durch qualitativ hochwertige Fr\u00fcchte ein Beitrag f\u00fcr eine ges\u00fcndere Ern\u00e4hrung geleistet\u201c, sagt Projektleiter Dr. Andr\u00e9 Schekelmann, Professor f\u00fcr Wirtschaftsinformatik.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt SPoHF wird im Rahmen des Interreg VI A-Programms Deutschland-Nederland durchgef\u00fchrt und mit 2,36 Millionen Euro durch die Europ\u00e4ische Union, das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) NRW, das niederl\u00e4ndische Wirtschaftsministerium (EZK) sowie die Provinz Limburg mitfinanziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hs-niederrhein.de\">Hochschule Niederrhein<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"563\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2024-04-17-SPoHF.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2024-04-17-SPoHF.jpg 1000w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2024-04-17-SPoHF-980x552.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2024-04-17-SPoHF-480x270.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Prof. Dr. Andr\u00e9 Schekelmann und der wissenschaftliche Mitarbeiter Maximilian Hummel vom GEMIT-Institut der Hochschule Niederrhein entwickeln digitale Zwillinge.&nbsp;| Foto: Hochschule Niederrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6nchengladbach. 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