18. September 2026

Altes Polizeipräsidium als Filmkulisse in „Babylon Berlin“

Mönchengladbach. Das ehemalige Polizeipräsidium an der Theodor-Heuss-Straße ist in der fünften und letzten Staffel der Erfolgsserie „Babylon Berlin“ gleich in mehreren Folgen zu sehen. Im Frühjahr 2025 entstanden dort unter anderem Innenaufnahmen für einen der wichtigsten Schauplätze der Serie: das Berliner Polizeipräsidium am Alexanderplatz, die sogenannte „Rote Burg“.

Für die Dreharbeiten kamen auch bekannte Gesichter der Serie nach Mönchengladbach. Volker Bruch, der Kommissar Gereon Rath spielt, und Benno Fürmann in der Rolle des Oberst Wendt standen im ehemaligen Polizeipräsidium vor der Kamera.

„Dabei diente unser Campus nicht nur als Drehort, sondern über mehrere Wochen hinweg auch als zentrale Base für das gesamte Produktionsteam. Von Maske, Kostümen und Umkleiden über die Versorgung der Schauspielerinnen und Schauspieler bis hin zur Lagerung des Equipments wurden zahlreiche Bereiche direkt auf unserem Gelände organisiert“, berichtet Eva-Maria Heiß, Geschäftsführerin der WICMG GmbH. „Dank der Größe und Vielseitigkeit unseres Campus konnten viele Vorbereitungen und Arbeitsabläufe unmittelbar vor Ort stattfinden. Wir konnten hautnah miterleben, wie viel Organisation, Handwerk und Leidenschaft hinter einer großen Serienproduktion steckt“, so Heiß weiter.

Die historische „Rote Burg“ existiert heute nicht mehr. Das Berliner Polizeipräsidium wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1957 abgerissen. Deshalb entstanden die entsprechenden Szenen am Roten Rathaus in Berlin und im alten Polizeipräsidium in Mönchengladbach. Die Flure, Büros und weiteren Räume boten dafür eine passende historische Kulisse.

Die finale Staffel spielt im Jahr 1933. Sie erzählt von den Wochen zwischen der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler und dem Reichstagsbrand. Gereon Rath und Charlotte Ritter erleben, wie die Nationalsozialisten immer stärker in Staat und Gesellschaft eingreifen. Die acht Folgen sind seit dem 10. September in der ARD-Mediathek verfügbar. Im Ersten werden sie ab dem 19. September ausgestrahlt.

„Dass Mönchengladbach bei der Kultserie ,Babylon Berlin‘ zur Kulisse wird, ist schon etwas Besonderes“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Gerade dieser Drehort erzählt aber noch eine zweite Geschichte. Wir bewahren ein historisches Gebäude und entwickeln daraus einen Ort für die Zukunft. Denn mit dem Wissens- und Innovationscampus bekommt das ehemalige Polizeipräsidium eine völlig neue Aufgabe.“

Historischer Ort vor einer neuen Zukunft Das Gebäudeensemble wurde Ende der 1930er Jahre errichtet. Große Teile stehen heute unter Denkmalschutz. Bis 2018 war dort das Polizeipräsidium Mönchengladbach untergebracht. Dass gerade dieses Gebäude für eine Serie über das Jahr 1933 ausgewählt wurde, schafft einen besonderen historischen Bezug. „Babylon Berlin“ erzählt vom Ende der Weimarer Republik und vom Beginn der nationalsozialistischen Diktatur. Das Mönchengladbacher Gebäude selbst entstand nur wenige Jahre später während der NS-Zeit.

Heute steht das Areal für einen anderen Wandel. Auf rund 35.000 Quadratmetern entwickelt die Stadt in unmittelbarer Nähe zur Hochschule Niederrhein den Wissens- und Innovationscampus Mönchengladbach. Er gehört zu den wichtigen Strukturwandelprojekten der Stadt. Künftig sollen dort Bildung, Forschung, Gründung und Stadtgesellschaft zusammenkommen.

Quelle: Stadt Mönchengladbach

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