Krefeld. Seit 31 Jahren spezialisiert sich das Krefelder Unternehmen Accurec auf das Recycling von Altbatterien, zum Beispiel aus Haushaltsgeräten, Elektrofahrzeugen und stationären Speichersystemen. So werden wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel oder Kobalt und weitere kritische Industriemetalle aus Batterieabfällen energieeffizient wiedergewonnen. Einen Schwerpunkt legt das Unternehmen zudem auf die Entwicklung eigener Recyclingverfahren mit innovativen Technologien. Ein Beispiel hierfür ist die im Dezember 2025 eröffnete neue LithiumRückgewinnungsanlage, die europaweit einmalig ist. Bei einem Ortsbesuch auf dem
Firmengelände im Hafengebiet haben Oberbürgermeister Frank Meyer und Wirtschaftsdezernent Eckart Preen gemeinsam mit Geschäftsführer Dr. Reiner Sojka nun den symbolischen Spatenstich als Startschuss für den finalen Bauabschnitt der
Werkserweiterung gesetzt. Das Unternehmen investiert derzeit umfangreich in seinen Krefelder Stammsitz.
Ein weltweit steigender Energieverbrauch geht mit ökologischen Herausforderungen einher. In diesem Kontext setzt Accurec an entscheidender Stelle der Wertschöpfungskette von Batterien an: Ziel ist es, eine möglichst hohe Menge an Rohstoffen bei gleichzeitig geringem Energie- und Materialeinsatz zurückzugewinnen. Im Rahmen der Kreislaufwirtschaft fokussiert sich das
Unternehmen insbesondere auf das Lithium-Recycling. Die neue Rückgewinnungsanlage kann den Batterierohstoff aus allen gängigen Batterietypen extrahieren. Grundlage ist das von Accurec selbst entwickelte thermochemische Verfahren „CLIMA“. Die Inbetriebnahme der Anlage vor rund einem halben Jahr wurde unter anderem von EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall begleitet. Bereits in der Vergangenheit hat das Krefelder Unternehmen ähnliche Verfahren und Anlagen für sämtliche Akkusysteme in Eigenregie konzipiert und realisiert.
Oberbürgermeister Frank Meyer sagt: „Accurec liefert eine Antwort auf die Frage, wie der immense Energiehunger unserer Zeit mit den zentralen Herausforderungen des Klima- und Umweltschutzes vereinbart werden kann. Mit diesem nachhaltigen
Ressourcenmanagement leistet das Unternehmen Pionierarbeit und stärkt darüber hinaus die europäische Energiesouveränität. Es ist eine gute Nachricht, dass ein auch international derart geschätztes Unternehmen wie Accurec weiter in den Stammsitz Krefeld investiert.“
Geschäftsführer Dr. Reiner Sojka betont: „Mit der Erweiterung schaffen wir die Voraussetzungen, um den steigenden Anforderungen der Elektromobilität und Energiewende gerecht zu werden. Die Investition unterstreicht das langfristige Bekenntnis von Accurec zum Industriestandort Krefeld. Das Unternehmen profitiert hier von einem starken wirtschaftlichen Umfeld und einer konstruktiven
Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden.“ Accurec beschäftigt aktuell rund 85 Mitarbeitende und betreibt ein weiteres Werk in Mülheim an der Ruhr. Jedes Jahr gewinnt das Unternehmen mehr als 5.000 Tonnen kritische und industrielle Rohstoffe zurück. Mit dem derzeitigen Ausbau verdoppelt Accurec seine Betriebsfläche und plant, die jährliche Verarbeitungskapazität auf bis zu 20.000
Tonnen Altbatterien erhöhen.
Quelle: Stadt Krefeld

Beim Recycling von Altbatterien geht das Krefelder Unternehmen Accurec innovative Wege: Geschäftsführer Dr. Reiner Sojka (2. v. re.) im Gespräch mit Oberbürgermeister Frank Meyer (re.), Wirtschaftsdezernent Eckart Preen (2. v. li.) und Angel Alava Pons, Referent für Wirtschaft und Internationales beim WDI. | Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation/ A. Bischof