24. Juni 2026

Innovationsforum zeigt Zukunftschancen für Krefelder Unternehmen

Krefeld. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen kamen unlängst auf Einladung von KREFELD BUSINESS im Stahlhaus an der Gladbacher Straße 644 zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und Weichenstellungen für Unternehmen zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr geopolitische Entwicklungen, der Nachfrageschub bei Dual Use- und Defense-Technologien, Herausforderungen bei der Führung durch Veränderungsprozesse sowie die Förderung und Begleitung von Innovationsvorhaben.

„Die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft stellt Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen daraus neue Chancen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Unser Ziel als Wirtschaftsförderung ist es u.a. durch Veranstaltungen wie dieser, Unternehmen bei diesen Veränderungen zu begleiten, Impulse zu setzen und die richtigen Akteure miteinander zu vernetzen“, sagte Eckart Preen, Wirtschaftsdezernent der Stadt Krefeld und Leiter von KREFELD BUSINESS.

Den Auftakt machte Prof. Dr. Stefan Tewes von der FOM Hochschule für Oekonomie & Management. Er zeigte auf, wie eng wirtschaftliche, technologische, politische und gesellschaftliche Entwicklungen verflochten sind und warum strategische Vorausschau zu einer zentralen Voraussetzung unternehmerischer Zukunftsfähigkeit geworden ist.

Die anschließende Präsentation widmete sich dem Themenfeld Defense Tech und Dual Use. Patrick Kammann, Co-Leiter des DefenseTech-Inkubator.NRW, sowie Dr. Heiko Koepke von PHYSEC machten deutlich, dass für zivile Anwendung entwickelte Technologien auch für verteidigungsnahe Projekte interessant sein können.  Schnittstellen bestehen unter anderem in den Bereichen Cyber Security, Schutztechnologien für kritische Infrastruktur, Sensorik, Robotik, Künstliche Intelligenz, Materialentwicklung, Logistik und Sicherung der Energieversorgung.

Anschließend stand die Frage auf dem Programm, wie Fachkräfte-Teams auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig bleiben können. Claudia Arens, ehemalige Bundeswehroffizierin und heute Beraterin für Führung und Transformation, stellte die Bedeutung von Teamresilienz in den Mittelpunkt. Erfolgreiche Veränderungsprozesse, so ihre Botschaft, hängen maßgeblich von Führung, Vertrauen und gemeinsamer Handlungsbereitschaft ab.

Da Innovationsvorhaben nicht nur finanzielle Ressourcen, sondern auch starke Netzwerke und kompetente Partner benötigen, verwiesen zum Abschluss Stephan Kunz von der NRW.BANK und Marcus Collier-Wright von ZENIT auf eine Vielzahl von Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten ihrer Institutionen. Danach bot sich beim Ausklang noch reichlich Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken. Konzipiert und organisiert wurde die Veranstaltung von Innovations-Projektmanagerin Leonie Hasler. Die Moderation übernahm Annegret Angerhausen-Reuter.

Mit diesem Innovationsforum setzte KREFELD BUSINESS wieder einen Impuls für den Wirtschaftsstandort. Zahlreiche Unternehmen verfügen über Produkte, Technologien oder Fertigungskompetenzen, die für Dual Use- oder Defense-Anwendungen relevant sein können. Der Zugang zu diesen Märkten braucht besondere Kontakte und Kenntnisse über die spezifischen Anforderungen. Hier bietet KREFELD BUSINESS an, Potenziale sichtbar zu machen und Unternehmen mit relevanten Akteuren zu vernetzen.

Quelle: KREFELD BUSINESS

Veranstalter und Referenten des Innovationsforums 2026 (v.l.): Ricarda Fries, Markus Lewitzki, Dr. Heiko Koepke, Patrick Kammann, Prof. Dr. Stefan Tewes, Leonie Hasler, Eckart Preen, Claudia Arens, Jessica Römer, Marcus Collier-Wright, Annegret Angerhausen-Reuter und Andreas Struwe. | Foto: Simon Erath/ Nutzungsrechte: KREFELD BUSINESS