Krefeld. Als Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetags hat Oberbürgermeister Frank Meyer in dieser Woche die „Dresdner Impulse“ mit beschlossen. Seit Dienstag hatte der Krefelder Oberbürgermeister in der sächsischen Landeshauptstadt an den Sitzungen von Präsidium und Hauptausschuss teilgenommen. Im Ergebnis fordern die Städte eine Soforthilfe von rund 30 Milliarden Euro für die Kommunen in Deutschland und eine spürbare Entlastung von steigenden Sozialkosten. Zeitnah soll es daher Spitzengespräche zwischen Bund, Ländern und kommunalen Verbänden geben.
„Die Kommunen befinden sich in einer dramatischen Finanzsituation, die sie nicht selbst verursacht haben“, betont Frank Meyer. „Um unsere Handlungsfähigkeit zu sichern und die Glaubwürdigkeit kommunaler Demokratie nicht zu gefährden, brauchen wir die dauerhafte und nachhaltige Unterstützung von Bund und Ländern. Die ‚Dresdner Impulse‘ sind ein klarer Aufruf, den Worten nun Taten folgen zu lassen.“ Das jährliche Defizit der Kommunen in Deutschland ist auf mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr gestiegen, die Sozialausgaben wachsen jährlich im zweistelligen Prozentbereich. Neben einer besseren Finanzierung fordert der Städtetag auch eine Vereinfachung von Prozessen und den Abbau von Bürokratie.
Krefelds Oberbürgermeister war im November 2025 ins Präsidium des Deutschen Städtetages gewählt worden, das zentrale Gremium des kommunalen Spitzenverbandes. Der Städtetag vertritt bundesweit rund 3.200 Städte und Gemeinden mit zusammen etwa 54 Millionen Einwohnern. Er ist ein freiwilliger Zusammenschluss von kreisfreien und kreisangehörigen Städten und setzt sich gegenüber Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat, Europäischer Union und zahlreichen Organisationen für die Belange der Kommunen ein.
Quelle: Stadt Krefeld