5. November 2026

Krefeld gewinnt den Landespreis „Familienkommune 2026“

Krefeld. Die Stadt Krefeld gehört zu den Gewinnern des Landespreises „Familienkommune 2026“. Das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen würdigt damit das besondere
Engagement der Stadt für Familien und die Prävention von Kinder- und Familienarmutsfolgen. Im Mittelpunkt der erfolgreichen Bewerbung stand die Arbeit der städtischen Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit, die unterschiedliche Fachbereiche, Einrichtungen und Netzwerkpartner zusammenbringt und Familien gezielt in ihren Quartieren unterstützt.

„Die Stärke einer Stadt zeigt sich auch daran, wie gut es den Familien geht. Denn wo Kinder faire Chancen haben, Eltern Unterstützung finden und Menschen sich zu Hause fühlen, entsteht eine Stadt mit Zukunft“, sagt Oberbürgermeister Frank
Meyer. Die Auszeichnung sei eine besondere Anerkennung für Krefeld und zeige nach dem Siegel Kinderfreundliche Kommune erneut, welchen Stellenwert die Familienfreundlichkeit in der Stadt habe. „Zugleich ist sie für uns ein Ansporn, Krefeld gemeinsam noch lebenswerter zu machen“, so Meyer weiter.

Ein wesentlicher Bestandteil des ausgezeichneten Krefelder Ansatzes ist die Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit. Seit ihrer Einrichtung im Jahr 2020 bündelt sie Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung, fördert die Zusammenarbeit mit freien Trägern sowie weiteren Partnern und unterstützt die Entwicklung bedarfsgerechter Angebote. Ziel ist es, Familien möglichst frühzeitig zu erreichen, ihre Teilhabe zu stärken und den Folgen von Kinder- und Familienarmut entgegenzuwirken. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Krefelder Quartiere. Über wohnortnahe Anlaufstellen und die Zusammenarbeit mit
Einrichtungen, Vereinen und sozialen Trägern sollen Unterstützungsangebote dort ankommen, wo die Menschen leben. Die Stadt nutzt dafür auch Sozialdaten, um unterschiedliche Lebenslagen und Bedarfe in den Stadtteilen zu erkennen und ihre Angebote entsprechend auszurichten.

„Dass Familien in Krefeld gut leben können, dafür arbeiten viele Menschen in unserer Stadtverwaltung jeden Tag. Die Auszeichnung als Familienkommune 2026 ist deshalb vor allem eine Anerkennung des gesamtstädtischen Einsatzes“, betont Stadtdirektor Markus Schön. Die Koordinierungsstelle könne dabei Fachwissen bündeln, Menschen zusammenbringen und Impulse setzen. Entscheidend sei jedoch das gemeinsame Handeln der unterschiedlichen Akteure. Schön hebt insbesondere die Zusammenarbeit in den Bereichen Jugendhilfe, Schule, Sport, Volkshochschule sowie Migration und Integration hervor. Auch weitere Verwaltungsbereiche, freie Träger und Wohlfahrtsverbände leisteten einen wichtigen Beitrag.

Die Arbeit der Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit umfasst verschiedene, eng miteinander verbundene Handlungsfelder. Dazu zählen unter anderem die Kommunalen Präventionsketten, das Soziale Quartiersmanagement, die Bündelung der Maßnahmen zur Kinderfreundlichen Kommune sowie die Gemeinwesenkommunikation und die Initiative „Krefeld für Kinder“. Zusammen verfolgen sie das Ziel, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, Benachteiligungen abzubauen und Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu unterstützen. Diese unterschiedlichen Aufgabenfelder verdeutlichen den ganzheitlichen Ansatz der Krefelder Gemeinwesenarbeit. Statt einzelne Herausforderungen isoliert zu betrachten, werden soziale Lebenslagen,
Bildungschancen, Integration und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verknüpft. Die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Stadtgesellschaft bildet dabei eine zentrale Grundlage.

„Unsere Koordinierungsstelle verbindet unterschiedliche Fachrichtungen und Aufgabenbereiche. Wir bringen Wissen über die Lebenslagen von Familien mit Quartiersarbeit, Prävention und Kinderrechten zusammen“, erklärt Dr. Sabrina Lesch, Leiterin der Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit. Gemeinsam mit den Partnern würden daraus passende Angebote entwickelt, die sich an den konkreten Bedürfnissen der Menschen orientieren.

Unter dem Motto „Ein Zuhause. Für Familien.“ zeichnet das Land NordrheinWestfalen in diesem Jahr zum dritten Mal Kommunen aus, die mit innovativen Projekten oder umfassenden Konzepten die Lebensbedingungen von Familien verbessern. Neben Krefeld erhalten die Städte Bochum, Detmold, Dortmund und Düsseldorf sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis die Auszeichnung. Eine Jury mit
Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Familienverbänden und Familienministerium bewertet die eingereichten Konzepte. Bei Krefeld überzeugte insbesondere die Ausrichtung, Armutsprävention als gemeinsame kommunale Aufgabe zu verankern und Familien mithilfe von Sozialdaten gezielt und langfristig in ihren Quartieren zu unterstützen.

Für die Stadt Krefeld ist die Auszeichnung damit Anerkennung und Auftrag zugleich: Die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung und mit den Partnern in der Stadtgesellschaft soll auch künftig dazu beitragen, Familien frühzeitig zu unterstützen und die Lebensbedingungen für Kinder und Eltern weiter zu verbessern.

Quelle: Stadt Krefeld

Das Team der Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit mit Leiterin Dr. Sabrina Lesch (3. v. li.) und Stadtdirektor Markus Schön (5. v. li.) kümmert sich in Krefeld unter anderem um die Quartiersarbeit und die Prävention von Armutsfolgen. Dafür erhielt die Stadt nun die Auszeichnung zur „Familienkommune 2026“ des Landes NRW. | Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation