11. September 2026

Smart City Index: Mönchengladbach springt auf Platz 12

Mönchengladbach. Mönchengladbach macht beim Smart City Index erneut einen großen Schritt nach vorne. Im heute (8. September) veröffentlichten Digitalranking des Branchenverbands Bitkom erreicht die Stadt Platz 12 unter den 83 deutschen Großstädten. Damit verbessert sich Mönchengladbach gegenüber dem Vorjahr um 18 Plätze. 2025 hatte die Stadt noch Rang 30 belegt. Der Indexwert steigt von 78,4 auf 84,8 Punkte. Damit zählt Mönchengladbach laut Bitkom zu den Aufsteigern des Jahres.

Besonders weit vorne liegt Mönchengladbach in der Kategorie „Gesellschaft und Bildung“. Hier verbessert sich die Stadt von Platz 8 auf Platz 3. Deutliche Fortschritte gibt es auch bei Mobilität mit Platz 25 und einem Plus von 24 Rängen. Bei „IT und Kommunikation“ geht es um 21 Plätze nach vorne. Die Verwaltung verbessert sich um zwölf Plätze auf Rang 21.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs sieht in dem Ergebnis eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges: „Von Platz 40 vor zwei Jahren über Platz 30 im vergangenen Jahr auf jetzt Platz 12: Diese Entwicklung zeigt, dass wir bei der Digitalisierung kontinuierlich vorankommen. Entscheidend ist für mich aber nicht der Rang allein. Digitalisierung muss den Alltag der Menschen einfacher und unsere Stadt handlungsfähiger machen. Genau daran arbeiten wir – in der Verwaltung, in Schulen, bei Mobilität, Infrastruktur und Beteiligung. Dass Mönchengladbach inzwischen in mehreren Bereichen weit vorne liegt, zeigt, dass dieser strategische Ansatz funktioniert.“

Digitale Angebote der Verwaltung legen zu
In der Kategorie Verwaltung verbessert sich Mönchengladbach um zwölf Plätze. Im vergangenen Jahr war die Stadt hier noch um acht Ränge zurückgefallen. Besonders deutlich fällt die Verbesserung bei digitalen Angeboten für Bevölkerungsanliegen aus. Der Wert steigt von 62,5 auf 80 Punkte.

Dazu tragen unter anderem neue digitale Angebote bei. Die Stadt hat beispielsweise ihren neuen Chatbot und den digitalen Mängelmelder in die Bewertung eingebracht. Sie erleichtern den Zugang zu Informationen und ermöglichen es, Anliegen unabhängig von Öffnungszeiten digital an die Verwaltung zu richten.

Smart-City-Daten sorgen für deutlichen Sprung
Auch in der Kategorie „IT und Kommunikation“ setzt sich die positive Entwicklung fort. Nach einem Plus von zehn Plätzen im vergangenen Jahr gewinnt Mönchengladbach diesmal weitere 21 Ränge hinzu.

Besonders deutlich zeigt sich der Fortschritt beim Umgang mit Smart-City-Daten. Hier steigt der Wert von 41,7 auf die Höchstwertung von 100 Punkten. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das Smart City Dashboard. Es bündelt städtische Daten und macht Entwicklungen und Informationen digital zugänglich.

Große Fortschritte bei smarter Mobilität
Den größten Sprung macht Mönchengladbach in der Kategorie Mobilität. Nach einem Rückgang um 15 Plätze im vergangenen Jahr verbessert sich die Stadt diesmal um 24 Ränge.

Fortschritte gibt es unter anderem bei den Sharing-Angeboten, die in die Bewertung einfließen. Der entsprechende Wert steigt von 66,5 auf 76,9 Punkte.

Beim smarten öffentlichen Nahverkehr verbessert sich Mönchengladbach von 68,8 auf 95 Punkte. Bewertet werden unter anderem Handytickets, bargeldlose Bezahlung, Apps, digitale Informationen zur Auslastung und freies WLAN. Auch die Vorbereitung autonomer Mobilitätsangebote wird berücksichtigt.

Deutlich verbessert hat sich zudem das smarte Verkehrsmanagement. Der Wert steigt von 63,6 auf 95 Punkte. In die Bewertung fließen unter anderem intelligente Ampelanlagen, eine KI-basierte Ampelsteuerung für Shuttlebusse und der Aufbau eines digitalen Verkehrsschilderkatasters ein.

Schulen nahezu mit Bestwertung
In der bereits sehr gut platzierten Kategorie „Gesellschaft und Bildung“ geht es für Mönchengladbach noch einmal um fünf Plätze nach vorne. Besonders deutlich ist die Entwicklung bei der Digitalisierung der Schulen. Hier steigt die Bewertung von 74,6 auf 98,7 Punkte.

Ein Beispiel für innovative digitale Beteiligung ist die digitale Spielplatzentwicklung. Das Projekt ist gemeinsam von mags, dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, dem Smart-City-Team und der Hochschule Niederrhein entwickelt worden.

Geplante Spielplätze können dabei als digitales 3D-Modell dargestellt werden. Mit VR-Brillen lassen sich Entwürfe direkt vor Ort dreidimensional erleben. Vor allem ältere Kinder und Eltern können Planungen so frühzeitig nachvollziehen und eigene Rückmeldungen einbringen. Das Projekt verbindet digitale Beteiligung mit einer nutzerorientierten Planung kinder- und familienfreundlicher öffentlicher Räume.

Energie und Umwelt: gute städtische Werte, schwächere externe Kennzahlen
In der Kategorie „Energie und Umwelt“ fällt Mönchengladbach dagegen um zehn Plätze zurück. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt hier noch 22 Plätze gewonnen.

Der Rückgang ist vor allem auf Kennzahlen zurückzuführen, die nur begrenzt unmittelbar durch die Stadt gesteuert werden können. Dazu zählen der Anteil von Elektrofahrzeugen und bestimmte Energielösungen. Bei städtischen Themen fällt die Bilanz dagegen positiv aus. Im neu aufgenommenen Kriterium Wärmeplanung erreicht Mönchengladbach die Höchstwertung von 100 Punkten.

Der Smart City Index bildet damit nicht nur die Entwicklung einzelner städtischer Projekte ab. Er berücksichtigt auch strukturelle und externe Faktoren. Veränderungen im Ranking müssen deshalb immer im Zusammenhang mit den einzelnen Kriterien betrachtet werden.

Das Smart-City-Programm und die Digitalisierung der Verwaltung sind in der Gesamtstrategie der Stadt verankert. Ziel ist es, digitale Lösungen nicht als Einzelprojekte zu entwickeln, sondern sie miteinander zu verbinden und dauerhaft in den Arbeits- und Lebensalltag zu integrieren. Das Ranking bietet dafür eine externe Vergleichsmöglichkeit. Es zeigt zugleich, in welchen Bereichen Mönchengladbach bereits gut aufgestellt ist und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

Der Smart City Index wird seit 2019 vom Digitalverband Bitkom erstellt. Für die Ausgabe 2026 wurden alle 83 deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern untersucht. Bewertet werden die Bereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Da der Index die Städte untereinander vergleicht, können sich Rangplätze auch dann verändern, wenn sich eine Stadt selbst weiterentwickelt.

Quelle: Stadt Mönchengladbach