10. Juni 2026

Aktuelle Entwicklungen an Promenade

Krefeld. Mehrere Verbesserungen für Radfahrer sind in den vergangenen Monaten auf der Krefelder Promenade eingerichtet worden. Nach der Ausstattung mit intelligenter Beleuchtung auf einem Teilstück der Promenade an der Feuerwehr und neuer
Signaltechnik im Oppumer Abschnitt der Promenade steht in der weiteren Planung als nächstes der Lückenschluss im Bereich Trift/Weiden an. Bei den weiteren Planungen sind immer auch notwendige Infrastrukturprojekte der Deutschen Bahn zu berücksichtigen, weshalb die Entwicklung der Promenade weiter schrittweise erfolgen muss.

Das Ziel ist klar formuliert: Die Promenade soll nach der gesamten Fertigstellung auf einer Länge von 14,5 Kilometern Forstwald im Südwesten Krefelds und den Uerdinger Bahnhof im Nordosten auf ehemaligen Bahnflächen miteinander verbinden. Sie kreuzt dabei fünf Stadtteile und bindet unter anderem den Krefelder Hauptbahnhof an. Die Promenade dient als Freizeitroute, ist aber auch zentral für den Pendlerverkehr mit dem Fahrrad. Das erste Teilstück zwischen der Hauptfeuerund Rettungswache bis zur Straße Trift/Weiden in Oppum wurde 2020 eröffnet, das zweite Teilstück zwischen Oppum und Linn im Jahr 2021. Weitere Abschnitte der
Promenade werden sukzessive geplant und sollen anschließend fertiggestellt werden. Bei der Entwicklung in Richtung Westen sind teilweise noch Zukäufe von Grundstücken notwendig.

Eine Baustelle der Deutschen Bahn, die auch die Promenade tangiert, gibt es derzeit an der 120 Jahre alten Eisenbahnbrücke „Hausbend“. Dabei kann es ab Ende Juni für mehrere Tage zu kurzzeitigen vorwiegend nächtlichen Einschränkungen auf dem Radweg der Krefelder Promenade im Bereich der Eisenbahnüberführung Hausbend kommen. Da neue Leitungen verlegt werden
müssen, muss ein Teilstück aufgebrochen werden. Im Nachgang wird die Promenade an dieser Stelle provisorisch geschlossen und bis zu einer weiteren geplanten Vollsperrung Anfang 2027 in diesem Zustand bleiben.

Nächster entscheidender Planungsschritt für die Promenade ist der Lückenschluss im Bereich Trift/Weiden. Dort ist die Entwicklung allerdings aktuell abhängig von weiteren baulichen Entwicklungen. Zunächst stehen im Bereich Trift/Weiden Kanalbauarbeiten an, die vor dem Straßenbau abgeschlossen werden müssen. Im Jahr 2027 wird nach aktueller Planung nach Fertigstellung der Kanalbauarbeiten mit den Baumaßnahmen an der Rampe und der Straße begonnen, die dann etwa ein Jahr andauern. Ein weiterer nächster Planungsschritt ist die Anbindung des Großmarktes an die Promenade.

Fortschritte hat es zuletzt im Bereich der Feuerwache gegeben. Auf einem Teilabschnitt im Bereich der Hauptfeuerwache wurde eine intelligente Beleuchtungsanlage in Betrieb genommen, die speziell auf die Bedürfnisse des Radverkehrs zugeschnitten ist. Insgesamt 16 moderne Lichtpunkte wurden vom Promenadeneingang hinter der Feuerwache in Richtung Nordosten installiert. Die
Leuchten sind mit Sensoren ausgestattet und reagieren direkt auf Bewegung. Nähert sich ein Radfahrer oder Fußgänger, fährt das Licht auf volle Intensität hoch. Ist niemand unterwegs, wird die Leistung gedimmt. Das Projekt hat viele Gewinner: Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger wird erhöht. Durch die verbesserte Ausleuchtung öffentlicher Verkehrsflächen werden Angsträume reduziert sowie die sichere Nutzung der Wege insbesondere in den Abend- und Nachtstunden unterstützt. Gleichzeitig kann die Lichtverschmutzung gesenkt werden, wovon die Tierwelt im Bereich der Promenade profitiert. Auch die Energiekosten werden reduziert.

Der Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) hat vor wenigen Wochen an den Kreuzungen Buddestraße und Glindholzstraße neue Radfahrampeln eingeschaltet. An der Maybachstraße konnte die Ampel entfernt werden. Dort hat die Radpromenade
Vorrang vor dem Autoverkehr erhalten, und die Straße wurde zu einer Sackgasse umgestaltet. Die neuen Ampeln sind so eingestellt, dass sie den Verkehr möglichst flüssig steuern: An der Glindholzstraße haben Radfahrer dauerhaft Grün, während
an der Buddestraße der Autoverkehr bevorzugt wird. Beide Anlagen arbeiten mit moderner Videoerkennung sowie Kontaktschleifen.
Wenn sich ein Fahrzeug auf der Glindholzstraße der Kreuzung nähert, wird es automatisch erkannt und erhält Grün. An der Buddestraße erfassen Kameras die Radfahrer auf der Promenade. Fahren sie mit einer Geschwindigkeit von circa 15
Stundenkilometern, erreichen sie die Kreuzung in der Regel bei Grün. Kommt ein Radfahrer bei Rot an, kann er die Grünphase per Knopfdruck anfordern. Beide Ampeln sind mit den Schrankenanlagen der Bahnübergänge gekoppelt.

Quelle: Stadt Krefeld