17. April 2026

Stationsunabhängiges Carsharing startet dauerhaft in Mönchengladbach

Mönchengladbach. Handy zücken, Auto buchen, einsteigen und losfahren – mit Carsharing kann flexible Mobilität ganz einfach sein. Diese Erfahrung haben auch viele Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbacher gemacht, seit der Anbieter MILES mit Beginn der Hockey EM 2025 sein Carsharing-Angebot testweise auf Mönchengladbach ausweitete. Weil der Testlauf erfolgreich war und die Fahrzeuge im Schnitt zweimal täglich gebucht wurden, nimmt MILES Mönchengladbach ab Mitte April fest in sein Geschäftsgebiet auf. Damit gibt es erstmals ein stationsunabhängiges Carsharing-Angebot in der Stadt.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs freut sich über die Verstetigung des Angebots: „Mobilität in Mönchengladbach wird flexibler. Das ist eine gute Nachricht für alle, die in der Stadt ohne eigenes Auto unterwegs sein wollen. Als Stadt Mönchengladbach haben wir uns die zukunftsfähige Mobilität auf die Fahnen geschrieben. Deswegen unterstützen wir das Carsharing-Angebot, mit dem MILES den Mobilitätsmix in Mönchengladbach erweitert.“

Der Stadtrat hatte in seiner letzten Sitzung eine bis Ende 2027 befristete Ausnahmegenehmigung für die Carsharing-Fahrzeuge erteilt. Demnach zahlt das Unternehmen 360 Euro pro Jahr und Fahrzeug. Im Gegenzug dürfen die Fahrzeuge von den Nutzenden kostenlos auf allen öffentlichen Parkplätzen im Geschäftsgebiet abgestellt werden.

Die für Mobilitätsthemen zuständige Technische Beigeordnete, Claudia Schwan-Schmitz, sagt: „Wenn Reisende etwa ÖPNV und Carsharing kombinieren, statt mit dem eigenen Fahrzeug anzureisen, kann das positive Auswirkungen nicht nur auf das Klima, sondern auch auf die Parkraumsituation in der Stadt haben. Noch besser ist es, wenn sich Menschen perspektivisch vielleicht sogar gegen den Kauf eines (weiteren) Autos entscheiden. Dafür braucht es eine verlässliche Alternative. Die permanente Aufnahme in das MILES-Geschäftsgebiet ist deshalb eine Chance für die Mobilität in Mönchengladbach. Als Stadt werden wir den weiteren Prozess eng begleiten und uns die Effekte genau anschauen.“

Fabian Dittgen, Regionalverantwortlicher West bei MILES, ergänzt: „Mobilität funktioniert heute nicht mehr nach dem Entweder-oder-Prinzip. Es braucht einen vielfältigen Mix an Mobilitätsformen, um den Bürgerinnen und Bürgern eine verlässliche Alternative zum eigenen Auto zu geben. Carsharing spielt dabei eine wichtige Rolle.“

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Testphase verstetigt MILES sein Angebot in Mönchengladbach nicht nur, sondern baut dieses auch aus. Das Geschäftsgebiet in den Zentren von Rheydt und Mönchengladbach sowie im Nordpark wächst von 5,5 auf acht Quadratkilometer, die Zahl der Fahrzeuge steigt zunächst auf 40 und soll bis zum Ende des Jahres auf 70 wachsen – eine weitere Aufstockung ist bei Bedarf möglich.

So funktioniert das stationsunabhängige Carsharing Beim stationsunabhängigen Carsharing gibt es keine festen Stationen. Die Fahrzeuge werden auf öffentlichen Parkflächen innerhalb des Geschäftsgebiets angemietet und dort auch wieder abgestellt. Die Nutzung erfolgt vollständig digital über die MILES-App. Nach der Registrierung mit Führerschein, Ausweisdokument und Kreditkarte können Fahrzeuge per Smartphone reserviert, geöffnet und gestartet werden.

MILES rechnet grundsätzlich kilometerbasiert ab. Ein Kilometer kostet im Grundtarif 0,99 Euro, abgerechnet wird ausschließlich die tatsächlich gefahrene Strecke. Ergänzend stehen Stunden- und Tagestarife mit inkludierten Kilometern zur Verfügung, etwa für längere Fahrten oder ganztägige Nutzungen. Möglich sind zudem City-to-City-Fahrten zwischen Städten, in denen MILES präsent ist, sowie Fahrten zu Flughäfen (bspw. Düsseldorf und Köln-Bonn). Das Parken auf öffentlichen Flächen ist kostenfrei. Tanken oder Laden sind im Mietpreis enthalten.

Quelle: Stadt Mönchengladbach

Freuen sich über das dauerhafte Carsharing-Angebot in Mönchengladbach (v.r.): Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Mobilitätsdezernentin und Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz und MILES-Regionalleiter West Fabian Dittgen. | Foto: Stadt Mönchengladbach