Rhein-Kreis Neuss. Der Rhein-Kreis Neuss stärkt seine Position als Innovationsstandort: Mit vector zero nimmt ein Start-up an der neunten Runde des Programms accelerate.RKN teil, das eine KI-gestützte Plattform entwickelt, die Unternehmensdaten intelligent durchsuchbar und analysierbar macht – und das ausschließlich auf Servern in Deutschland. Robert Abts, Leiter der Wirtschaftsförderung impuls.RheinKreisNeuss, und seine Mitarbeiterin Elena Huth übergaben Unternehmensgründer Holger Baten jetzt die Teilnahmeurkunde.
vector zero mit Sitz in Neuss nimmt eine der zentralen Hürden für die KI-Adoption im Mittelstand ins Visier: Datenschutz, Berufsgeheimnisse und fehlende IT-Ressourcen halten viele Unternehmen davon ab, KI-Tools im Arbeitsalltag einzusetzen. Gleichzeitig entsteht Innovationsdruck im Markt und die Versuchung im Unternehmen, eine inoffizielle und nicht datenschutzkonforme Schatten-KI zu nutzen. vector zero will Abhilfe schaffen – ohne Abhängigkeit von US-amerikanischen Cloud-Anbietern, ohne aufwendige IT-Infrastruktur und ohne dass KI-Modelle von den Eingaben der Nutzerinnen und Nutzer lernen.
vector zero richtet sich an kleine und mittelgroße Unternehmen (KMUs), die KI nutzen wollen – einfach, sicher und ohne eigene IT-Abteilung. Dokumente, Verträge, interne Wissensdatenbanken oder Kundenkommunikation lassen sich per KI auswerten, ohne dass die Daten das Unternehmen verlassen. Die Bedienung ist bewusst niedrigschwellig gehalten – vergleichbar mit ChatGPT, jedoch auf Servern in Frankfurt und vollständig konform mit der Datenschutz-Grundverordnung.
Das Start-up hat den Produktlaunch Ende März abgeschlossen und geht nun in die Marktphase. Im Fokus stehen zunächst Unternehmen aus datenschutzsensiblen Branchen – etwa Kanzleien und Verbände, für die souveräne Datenhaltung keine Option, sondern eine Voraussetzung ist. Interessierte KMUs können die Plattform unverbindlich und kostenlos testen unter.
vector zero ist eines von fünf Start-ups, die in die neunte Förderrunde von accelerate.RKN aufgenommen worden sind. Für die Gründer ist die Teilnahme mehr als ein Förderprogramm: Die Vernetzung mit Fachleuten, potenziellen Testkunden sowie anderen Start-ups schafft ideale Voraussetzungen, um die Plattform praxisnah weiterzuentwickeln – und die unmittelbare Nähe zu mittelständischen Unternehmen im Kreisgebiet eröffnet direkte Zugänge zur Zielgruppe.
Mit accelerate.RKN fördert der Rhein-Kreis Neuss Gründerinnen und Gründer bei der Umsetzung ihrer innovativen Geschäftsideen mit Sach- und Dienstleistungen im Wert von bis zu 25 000 Euro. Das Programm geht passgenau auf die Bedürfnisse der Start-ups ein. Es umfasst zum Beispiel fachkundige Unterstützung, wenn es darum geht, die Produktentwicklung voranzutreiben, Zielgruppen zu definieren und deren Bedürfnisse zu verstehen sowie eine Markt- und Wettbewerbsanalyse durchzuführen.
Workshops, Vorträge und Sprechstunden zu Themen wie Vertrieb, Marketing, Recht, Finanzen und Präsentation sowie zu Fragen rund um weitere Fördermöglichkeiten schließen den Kreis. Am Ende des aktuellen Programms präsentieren die teilnehmenden Start-ups ihre Entwicklungen vor Jury und Publikum beim „Final Pitch“ am 11. Juni im impuls.werk auf dem Areal Böhler in Meerbusch. Ein Team hat dabei die Chance, eine Folgeförderung in Höhe von 25 000 Euro zu gewinnen.
Interessierte Gründer können sich mit ihren innovativen Ideen und Konzepten bis zum 15. Mai um die Teilnahme an der nächsten Accelerator-Runde bewerben. Mehr Informationen gibt es im Internet: www.rhein-kreis-neuss.de/accelerate-rkn.
Quelle: Rhein-Kreis Neuss

Teilnahmeurkunde des Rhein-Kreis-Neuss-Programms accelerate.RKN überreicht (von links): Robert Abts, Holger Baten und Elena Huth. | Foto: W. Walter/ Rhein-Kreis Neuss